Das Bozner Bier ABC
Bier ist älter als die Schrift. Es war beim Bau der Pyramiden dabei, hat mittelalterliche Pilgerreisen verkürzt und ganze Länder erobert. Von A bis Z mit viel Geschmack.
Obergärig, englisch, fruchtig. Die Hefe arbeitet oben, der Geschmack geht in die Tiefe.
Die wichtigste Technik für jeden Bier-Aficionado. Blickkontakt nicht vergessen, sonst bringt’s Unglück. Sagt man. Und wenn Weißbier im Glas ist: Immer nur die Glasunterseite sanft gegeneinanderstoßen.
Sechs Zacken, zwei Dreiecke. Das eine steht für Feuer, Wasser, Luft – das andere für Malz, Hopfen, Wasser. Das Zunftzeichen der Brauer und das zentrale Motiv unseres Logos.
Bier ist Handwerk, Erfahrung und ein bisschen Bauchgefühl. Wer braut, trifft Entscheidungen. Jeden Tag. Und genau das schmecken Sie in jedem Glas Bozner Bier.
Handwerklich gebraut, oft in kleinen Mengen. Die Antwort auf industrielle Gleichförmigkeit.
Ein Bier ohne Charakter ist wie ein Gespräch ohne Inhalt.
So nennt man das Trocknen des Malzes. Je länger und heißer, desto dunkler das Bier.
Der ehrlichste Grund, Bier zu trinken. Wussten Sie, dass Bier ein isotonisches Getränk ist, dessen Mineralstoffgehalt nahe an dem unseres Körpers liegt?
Das sind aromatische Verbindungen, die während der Gärung entstehen. Sie sind verantwortlich für Noten von Banane, Apfel und Birne im Weizen.
Beim Brauen übernehmen Enzyme die eigentliche Arbeit. Sie wandeln Stärke aus dem Malz in vergärbaren Zucker um. Unsichtbar, unspektakulär und absolut entscheidend dafür, ob am Ende Bier im Glas ist oder nur gute Absichten.
Das klassische Lagergefäß. Augustiner zapft auf der Wiesn noch aus 200-Liter-Holzfässern, den sogenannten Hirschen. Ja, eher unhandlich.
Der perfekte Moment zwischen Fass und Glas. Wenn der Schaum sitzt, das Bier glänzt und man weiß: Jetzt nur nichts überstürzen.
Hefe verwandelt Zucker in Alkohol und Kohlensäure. Der Moment, in dem aus Würze Bier wird.
Oder kupfern. Oder tiefdunkel. Bier hat mehr Farbnuancen als so mancher Sonnenuntergang, einfach wunderschön.
Der Rebell unter den Zutaten. Bitter, aromatisch, manchmal kantig. Hopfen sorgt dafür, dass Bier nicht gefällig, sondern spannend bleibt.
Hefe ist Mitautor des Biers. Der gewählte Hefestamm entscheidet, ob ein Bier fruchtig, würzig oder ganz zurückhaltend wird. Zwei Biere mit identischen Zutaten können völlig unterschiedlich schmecken, nur wegen der Hefe.
India Pale Ale. Stark gehopft, damit es im 19. Jahrhundert die Schiffsreise nach Indien überstand.
Jedes Bier beginnt mit einer Idee. Manchmal groß, manchmal ganz simpel. „Was wäre, wenn wir das mal versuchen“ ist der schönste Satz im Braukeller. Gleich nach „Prost“.
Das Bier nach der Hauptgärung, vor der Reifung. Frisch, ungestüm, noch unfertig.
Das ist der lateinische Begriff für das Braurecht. Im Jahr 1040 erhielt das Kloster Weihenstephan dieses Recht von der Stadt Freising – der Startschuss für die älteste noch bestehende Brauerei der Welt.
Obergärig, hell, herb. Darf laut Kölsch-Konvention von 1986 ausschließlich in Köln und direkter Umgebung gebraut werden.
Der Schaum oben drauf. Sieht fluffig aus und macht einen riesigen Unterschied. Eine gute Krone zeigt: Dieses Bier wurde kunstvoll eingeschenkt.
Das Trennen von Würze und Treber. Die festen Rückstände gehen als Viehfutter in die Landwirtschaft.
Unaufgeregt, klar, verlässlich. Lagerbiere wollen nicht beeindrucken, sie wollen einfach nur schmecken. Tun sie.
Ein Liter Bier. Funfact: Eine volle Maß wiegt etwa 2,3 Kilogramm.
Sorgt für Tiefe, Wärme und Substanz. Ohne Malz wäre Bier dünn, im Geschmack und im Charakter.
Die zweite Gärung in Flasche oder Fass. Sie verfeinert das Aroma und sorgt für natürliche Kohlensäure.
Der Moment nach dem Schluck. Wenn man kurz innehält und merkt: Da passiert noch was im Gaumen.
Die Hefe steigt nach oben. Typisch für Weizen, Ale und Kölsch. Gärung bei 15 bis 25 Grad.
Mit diesen berühmten Worten erfolgt der Anstich auf dem Oktoberfest. Zwei Schläge gelten als meisterhaft, fünf Schläge sind peinlich. Der Rekord liegt bei 17.
Das ist die Maßeinheit für die berühmte Stammwürze. Ein Oktoberfestbier hat mindestens 13,5 Grad Plato.
Schon beim Bau der ägyptischen Pyramiden spielte Bier eine Rolle. Arbeiter erhielten täglich Bier als Teil ihrer Versorgung, weil es nahrhaft, energiereich und oft hygienischer war als Wasser. Bier war damals Grundnahrungsmittel, kein Feierabendgetränk.
Die Qualität des Wassers prägt den Charakter des Biers. Alpine Quellen liefern das klarste Wasser.
Sie zeigt sich Schluck für Schluck.
Es gilt seit 1516: Gerste, Hopfen, Wasser. Die Hefe kam später dazu – man kannte sie damals noch gar nicht.
Nach der Gärung ist Bier noch nicht fertig. In der Reifephase beruhigt es sich, rundet sich ab und findet seinen Geschmack.
So nennt man den Nährstoffgehalt vor der Gärung. Je höher, desto mehr Alkohol entsteht.
Ein Brautag ist nie Routine. Jeder Sud ist vertraut und trotzdem ein bisschen neu.
Die festen Rückstände nach dem Läutern. Reich an Eiweiß und beliebt als Tierfutter.
Bier ist nicht altmodisch, sondern jahrhundertelang bewährt.
Die Hefe sinkt nach unten. Gärung bei 4 bis 9 Grad. Typisch für Pils, Helles und Märzen.
Bier ist vor rund 6 000 Jahren in Mesopotamien entstanden. Archäologen fanden in Israel sogar Hinweise auf eine 13 000 Jahre alte Braustätte.
Ein Bier mit 11 bis 16 Prozent Stammwürze. Die häufigste Kategorie in Deutschland.
Im mittelalterlichen Einbeck besaß jeder der 700 Vollbürger das Braurecht. Die hohen Tore vieler Fachwerkhäuser stammen aus dieser Zeit: Sie waren breit genug für die Braupfanne.
Ein Weizenbier braucht mindestens 50 Prozent Weizenmalz und wird obergärig gebraut. Die Hefe sorgt für fruchtige Aromen.
Die älteste noch bestehende Brauerei der Welt. Urkundlich seit 1040.
Bevor ein Bier in die Flasche darf, probiert der Braumeister es vielfach. Die Zwickelprobe am Fass ist dabei Pflicht.
Das größte Bierfass der Welt steht im Heidelberger Schloss. Es fasst über 220 000 Liter.
Die älteste noch betriebene Brauerei der USA, gegründet 1829 von einem deutschen Auswanderer.
Dieser kleine innere Jubel beim ersten Schluck. Bei einem guten Bier beinahe unvermeidlich.
Die wichtigste Zutat von allen. Kann man nicht kaufen. Nur abwarten.
Ungefiltert, vollmundig, würzig. Die Probe, die der Braumeister direkt vom Tank nimmt, und heute eine eigene Biersorte.



